Pflege
Beim Thema Pflege lassen sich mehrere Unterthemen identifizieren.
Die Qualität in der stationären Pflege ist nach wie vor ein viel diskutiertes Thema in den untersuchten Ländern.
Es gibt aber auch neue Entwicklungen beim Thema Palliativpflege:
Ein Ziel in der niederländischen „Pflegepolitik“ ist unter anderem die „Stärkung der Palliativpflege“ und die Schaffung eines Rechtsrahmens auf diesem Gebiet. Im März 2011 wurde eine Publikation des Ministeriums zur künftigen Finanzierung und Organisation der Palliativpflege in den Niederlanden veröffentlicht.
Weitere Informationen über die Ziele der niederländischen Pflegepolitik im Bereich der Palliativpflege finden Sie hier.
Im April 2011 wurde in Spanien ein neues Strategiepapier zur „Aktualisierung der Strategie zur Palliativpflege im Nationalen Gesundheitssystem 2010 – 2014" (Estrategia en Cuidados Paliativos del Sistema Nacional de Salud Actualización 2010-2014) veröffentlicht. Die Aktualisierung gibt die neue Strategie zur Verbesserung der Palliativpflege für die Jahre 2010 bis 2014 vor und ist Teil des „Plans zur Verbesserung der Qualität im nationalen Gesundheitssystem“. Des Weiteren ist eine Gesetzesnovelle auf dem Weg. Im Mai 2011 soll dem spanischen Kabinett ein erster Gesetzesentwurf vorliegen, der die Rechte von Sterbenden reformieren und es Pflegeeinrichtungen erleichtern soll, ihr Angebot im Bereich der Palliativpflege zu erweitern. Mit dem Gesetz sollen zudem die Rechtssicherheit für professionelle Pflegekräfte in der Palliativpflege sowie die Qualität deren Arbeit konsolidiert werden.
Auch in Frankreich wird zwischen 2008 und 2012 ein Programm zur Palliativpflege umgesetzt, das 18 verschiedene Maßnahmen umfasst. Mit der „Allocation de fin de vie“ wurde 2010 ein Rechtsanspruch auf Beihilfe für einen begrenzten Zeitraum eingeführt, um es Angehörigen zu ermöglichen, einen Sterbenden zu begleiten. Weitere Informationen zum französischen Programm zur Palliativpflege finden Sie hier.
Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat bereits im Juli 2008 eine “Pflegestrategie für das Lebensende” (End of Life Care Strategy) implementiert. Diese scheint das Vorbild der französischen Beihilfe-Regelung zu sein. Weitere Informationen zur britischen Strategie finden Sie hier.
PRISMA (Reflecting the Positive DiveRsities of European PrIorities for ReSearch and Measurement in End of Life CAre; 7. Rahmenforschungsprogramm, Projekt Health-F2-2008-201655) vereinigt elf Partner aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Einrichtungen in Europa und Afrika. Neben Deutschland, vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, sind Belgien, England, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien und Portugal Partner des PRISMA-Konsortiums. PRISMA will die Vielfalt der Ideen, Konzepte und Prioritäten in der palliativen Betreuung in Europa und Afrika sichtbar machen und den gemeinsamen Austausch fördern. Durch die Unterstützung der Europäischen Kommission werden neue internationale Kooperationen und eine länderübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht, die helfen sollen, die Qualität der klinischen Versorgung und Forschung am Lebensende zu verbessern. Nähere Informationen zum Programm PRISMA finden Sie hier.
