Seniorenpolitik und Pflege

Nicht nur die deutsche, sondern die europäische Bevölkerung insgesamt altert. Der Umgang mit dem demografischen Wandel stellt daher alle europäischen Mitgliedstaaten vor große Herausforderungen: denn eine alternde Bevölkerung verändert die Organisation von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Auf der Suche nach Wegen, wie dem demografischen Wandel in Europa positiv begegnet werden kann, entwickeln die Mitgliedstaaten neue gesellschaftspolitische Konzepte und Strategien, u. a. in den Bereichen Seniorenpolitik und Pflege.

Hierzu zählen beispielsweise die Entwicklung nationaler Demenzstrategien, der innovative Umgang mit dem demografischen Wandel in den Kommunen sowie unterstützende Dienstleistungen (personen- und haushaltsbezogen) für Familien und ältere Menschen. Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Familien- und Privatleben betreffen zunehmend auch die Pflege von Angehörigen. In vielen europäischen Mitgliedstaaten leisten Angehörige einen Großteil dieser Pflege und ihr Anteil wird, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, weiter steigen. Maßnahmen, die insbesondere auf eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf abzielen, sind u.a. Pflegezeitmodelle (siehe dazu Familie und Vereinbarkeit).