Unterstützung pflegender Angehöriger
Einige der untersuchten Mitgliedsstaaten legen Kampagnen und Maßnahmen auf, um Menschen zu unterstützen, die informell eine pflegebedürftige Person versorgen. Die aktuellen Maßnahmen zielen zum einen darauf ab, Freiwilligentätigkeit bei der Unterstützung von pflegenden Angehörigen zu fördern. Zum anderen legen die Länder Maßnahmen auf, die die Rahmenbedingungen von informell Pflegenden, die berufstätig sind, verbessern sollen. Weitere Informationen, zum Beispiel zum deutschen Pflegezeitmodell finden Sie hier.
Im Vereinigten Königreich werden im Rahmen der „Strategie für Pflegende” (Carers Strategy) seit Ende 2010 die Themen „Personalisierung / Persönliches Budget“ sowie die stärkere Unterstützung von pflegenden Angehörigen und die Schaffung neuer Arbeitszeitunterbrechungsmöglichkeiten für Pflegende gefördert. Mehr Informationen zur Strategie finden Sie hier.
Seit Februar 2011 wurde ein Budget von 1,35 Millionen Pfund freigegeben, mit dem in 79 verschiedenen Projekten die ehrenamtliche Unterstützung pflegender Angehöriger finanziert werden soll. Mehr Informationen zum “Reaching Out to Carers Innovation Fund 2010/2011” finden Sie hier.
Auch die niederländische Regierung zielt mit einem Strategiepapier im Bereich Familienpflege und bürgerschaftliches Engagement für den Zeitraum 2008 - 2011 v.a. auf eine Erhöhung der kommunalen Unterstützung für informell Pflegenden ab.
In Frankreich ist der weitere Ausbau von Betreuungsplätzen und eine zeitlich begrenzte Bereitstellung von Pflegepersonal in Urlaubszeiten im Rahmen der nationalen Strategie „Solidaritätsplan mit der älteren Generation 2007 - 2012“ angekündigt worden.
