Unterstützende Dienstleistungen
Personen- und haushaltsbezogene Dienstleistungen
Jeder Mensch benötigt im Laufe seines Lebens einmal Unterstützung. Hilfe ist demnach etwas Alltägliches und Selbstverständliches. Obwohl es viele Vorteile einer alternden Gesellschaft und somit des demografischen Wandels gibt – beispielsweise die Möglichkeit, ein längeres und gesünderes Leben führen zu können als noch vor einigen Jahrzehnten – stellt diese massive gesellschaftliche Veränderung auch einige Herausforderungen. Zum einen ergeben sich unmittelbare Herausforderungen für die älteren Menschen und ihre Angehörigen. Zum anderen resultieren Herausforderungen auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene, denn die wachsende Anzahl der älteren Menschen kann nicht mehr ausreichend durch immer weniger jüngere Menschen unterstützt werden.
Vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaften in allen EU-Mitgliedsstaaten beschäftigen sich derzeit zahlreiche Akteure auf nationaler Ebene mit unterstützenden Dienstleistungen (sowohl personen- als auch haushaltsbezogen) für Familien und ältere Menschen. Die Thematik wird aber auch vermehrt auf europäischer Ebene wahrgenommen und Lösungsansätze werden diskutiert. Es stellen sich in Bezug auf Zugang und Verfügbarkeit der unterstützenden Dienstleistungen folgende Fragen: Wie können qualitativ hochwertige unterstützende Dienstleistungen gestaltet werden? Wie können diese möglichst universell, das heißt für alle Bürgerinnen und Bürger und für alle Bedarfe sowie Tätigkeitsfelder und zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden?
Die "Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa" beschäftigt sich seit einigen Jahren mit diesem Thema - sowohl mit Blick auf die Unterstützung von Familien, als auch älteren Menschen.
Weitere Informationen zum Thema "Unterstützende Dienstleistungen" stehen Ihnen in unseren Publikationen zur Verfügung:
Angermann, Annette / Eichhorst, Werner (2012): 95 Prozent Schwarzarbeit.
Beitrag erschienen in: Das Debattenmagazin – Die neue Wanderung (Hrsg.: Berliner Republik), Heft 6/2012
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Angermann, Annette / Eichhorst, Werner (2012): Personen- und haushaltsbezogene Dienstleistungen für Familien und ältere Menschen. Beitrag erschienen auf der Webseite des Demografieportals des Bundes und der Länder, 10/2012
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Angermann, Annette / Solf, Markus (2012): Folgen veränderter Lebens- und Arbeitswelten für Unternehmen. In: Pohlmann, Stefan (2012): Altern mit Zukunft, S. 125-140. Springer Verlag
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Annette Angermann und Markus Solf gehen in ihren Ausführungen auf den Kreis pflegender Angehörige ein, die vor der Anforderung stehen, Familien- und Erwerbs-arbeit miteinander in Einklang zu bringen. Das Risiko, unter dieser Doppelbelastung selbst zu erkranken, ist in der Forschung hinreichend belegt. Die Autoren verweisen auf die Verantwortung von Firmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Diese neue Form des Age-Managements braucht von Seiten der Betriebe eine erweiterte Unternehmens-philosophie, die den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Betreuung von älteren Angehörigen zu erreichen sucht. Die Darstellungen machen insofern auf zukünftige Forschungsaufgaben aufmerksam.
Angermann, Annette / Eichhorst, Werner (2012): Unterstützende Dienstleistungen für ältere Menschen im europäischen Vergleich.
Arbeitspapier Nr. 6 der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa / IZA Research Report No. 45, 6/2012
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Mit dem demografischen Wandel wird der Bedarf nach unterstützenden Dienstleistungen für ältere Menschen in Europa weiter zunehmen. Gleichzeitig ist dieses Feld ein bedeutendes Wachstumspotenzial für Beschäftigung. Die zentrale Herausforderung, vor der sich europäische Staaten in diesem Zusammenhang sehen, ist die bedarfsgerechte Versorgung der älteren Be-völkerung mit qualitativ hochwertigen unterstützenden Dienstleistungen. Dies kann nur gelingen, wenn die strukturellen, insbesondere die politischen Rahmenbedingungen richtig gestellt werden. Wird ein größerer Teil dieser Dienstleistungen im formellen Sektor angesiedelt, so lassen sich mehr Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig die Haushalte von informellen Dienstleistungen entlasten. Im Mittelpunkt dieses Papiers stehen deshalb die Bemühungen um die Professionalisierung von unterstützenden Dienst-leistungen im formellen Sektor, was effektive Organisationformen, Qualifikations- und Qualitätsstandards und eine angemessene Finanzierung voraussetzt.
Angermann, Annette (2012): Unterstützende Dienstleistungen für ältere Menschen im europäischen Vergleich.
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Beitrag erschienen im Nachrichtendienst des deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, NDV 2/2012
Angermann, Annette (2011): Eldercare Services in Europa - Pflege, familienunterstützende und haushaltsnahe Dienstleistungen in Europa.
Konferenzdokumentation, 12/2011
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Jeder Mensch braucht im Laufe seines Lebens einmal Unterstützung. Hilfe ist demnach etwas Alltägliches, etwas Selbstverständliches. Obwohl es viele Vorteile einer alternden Gesellschaft gibt – beispielsweise die Chance, ein längeres und gesünderes Leben führen zu können –, bestehen auch einige Herausforderungen, denn diese erhöhte Anzahl älterer Menschen kann nicht mehr ausreichend durch immer weniger jüngere Menschen unterstützt werden. Unterstützende Dienstleistungen – pflegerische, familienunterstützende und haushaltsnahe Dienstleistungen, auch Eldercare Services genannt – können nicht nur die Älteren selbst, sondern auch ihre Angehörigen entlasten und zu einem selbstbestimmten Leben, beispielsweise in den eigenen vier Wänden, verhelfen. Doch wie soll diese Unterstützung gewährleistet werden? Dieser Frage ging die internationale Konferenz „Eldercare Services in Europa – Pflege, familienunterstützende und haushaltsnahe Dienstleistungen für ältere Menschen“, die am 15. Und 16. September 2011 in Berlin stattfand, nach.
Angermann, Annette / Stula, Sabrina (2010): Familienunterstützende Dienstleistungen in Europa: Aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen. Tagungsdokumentation, 01/2010
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In den letzten Jahren hat sich die Diskussion über die Förderung familien-unterstützender Dienstleistungen in Deutschland intensiviert. Familien-unterstützende Dienstleistungen schaffen mehr Zeit für die Familie und Wachstum für die Wirtschaft. Familien mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen benötigen ein vielfältiges Angebot von unterstützenden
Dienstleistungen, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Des Weiteren kann das Wirtschaftswachstums- und Arbeitsplatzpotential neue Arbeitsplätze schaffen, Schwarzarbeit verringern und zusätzliche Steuer- und Sozial-versicherungseinnahmen sichern. Im Rahmen der internationalen Konferenz „Familienunterstützende Dienstleistungen in Europa: aktuelle Heraus-forderungen und Entwicklungen“, die am 29. Januar 2010 in Berlin stattfand, wurden Erfahrungen verschiedener europäischer Mitgliedsstaaten bezüglich zentraler Aspekte familienunterstützender Dienstleistungen, wie Fördermodelle, Arbeitsbedingungen und Unternehmensbeteiligung vorgestellt und diskutiert.
