Projekte
Aktuelle Projekte der Beobachtungsstelle
Auf dieser Seite stellen wir Euch unsere Projekte vor, an denen wir gerade arbeiten oder die wir gerade mit aktuellen Veröffentlichungen abgeschlossen haben.EU-Monitoring: Aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa
In unserem EU-Monitoring geben wir regelmäßig einen Überblick über die Aktivitäten der Europäischen Union, des Europarats und der europäischen zivilgesellschaftlichen Organisationen im Bereich der Gesellschaftspolitik.Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unseren Schwerpunktthemen wie Kinder- und Jugendpolitik, Familien- und Vereinbarkeitspolitik, Gleichstellungspolitik und Politik für ältere Menschen.
Begleitend zum EU-Monitoring veröffentlichen wir Fokusausgaben und Hintergrundinformationen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen und Strategien der Europäischen Union – aktuell zur Union der Gleichheit, zur Kindergarantie, zur Europäischen Strategie zu Pflege und Betreuung und zur Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.
Wenn Sie das EU-Monitoring per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie uns unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Organisation an: beobachtungsstelle (a) iss-ffm.deFür eine Union der Gleichheit: wie die EU struktureller Ungleichheit begegnet
Die "Union der Gleichheit" ist ein von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 2019 bestimmtes übergeordnetes Ziel der Europäischen Union. Anhand eines intersektionalen Ansatzes soll eine Gesellschaft geschaffen werden, in der Vielfalt geachtet wird und alle Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben.Konkret wird dargestellt, wie die „Union der Gleichheit“ in der EU institutionell, strukturell und politisch realisiert werden soll. Mittels eines intersektionalen Ansatzes sollen hierfür insbesondere fünf Kernstrategien der Europäischen Kommission zur Gleichstellung der Geschlechter, zur Gleichstellung von LBTIQ+-Personen, zur Bekämpfung von Rassismus, für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und für die Gleichstellung sowie für die Inklusion und Teilhabe der Roma umgesetzt werden.
Strategie für Generationengerechtigkeit
Die erste Strategie für Generationengerechtigkeit wurde am 5. März 2026 von der EU-Kommission angenommen. Sie wurde in einem mehrphasigen Prozess unter Beteiligung des EU Policy Labs und eines Europäischen Bürgerforums erarbeitet.
Die Strategie zielt darauf ab, Generationengerechtigkeit als Leitprinzip in der Politikgestaltung zu verankern, sodass bei aktuellen Entscheidungen immer auch die langfristigen Folgen für alle Generationen berücksichtigt werden. Dadurch soll die Verteilung von Chancen und Lasten zwischen allen Generationen gerecht gestaltet werden.Die Fokusausgabe des EU-Monitorings stellt die Strategie ausführlich vor.
Kinderarmut bekämpfen: die europäische Kindergarantie
Kinderarmut ist in Europa, auch in den wirtschaftlich starken Staaten, weit verbreitet. Etwa jedes vierte Kind in der EU ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Coronavirus-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine haben bestehende Ungleichheiten weiter vergrößert.Der von der EU-Kommission im März 2021 verabschiedete Aktionsplan zur europäischen Säule sozialer Rechte setzt das Ziel, die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder in der EU bis 2030 um mindestens fünf Millionen zu verringern. Um dies zu erreichen, ist ein integrierter Ansatz unerlässlich, der die Ursachen von Armut und sozialer Ausgrenzung in den Fokus stellt und den generationenübergreifenden Kreislauf der Armut durchbricht.
Am 14. Juni 2021 haben die EU-Mitgliedstaaten die Einführung einer Europäischen Kindergarantie beschlossen. Ziel dieser ist es, soziale Ausgrenzung zu verhindern und zu bekämpfen, indem der Zugang bedürftiger Kinder zu einer Reihe wichtiger Dienste garantiert wird. Beispielsweise zu frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung, zu Gesundheitsversorgung oder zu gesunder Ernährung und angemessenem Wohnraum. Für die Umsetzung der Kindergarantie wurden die EU-Mitgliedstaaten von der Kommission unter anderem aufgefordert, einen nationalen Aktionsplan für den Zeitraum bis 2030 aufzustellen.
Am 6. Mai hat die EU-Kommission einen neuen Sozialplan, ein Paket aus verschiedenen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung vorgestellt. Erklärtes Ziel der EU ist es, Armut bis 2050 komplett zu beseitigen. Der Sozialplan besteht unter anderem aus der ersten Strategie zur Armutsbekämpfung und einer Mitteilung der EU-Kommission zur Verstärkung der Kindergarantie.
Aktuelle Informationen zur Umsetzung der Kindergarantie werden auch in unserem EU-Monitoring veröffentlicht.








